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Geschichte

Geschichte

Schreinerei früher

 

alte Schreinerei bis 1960

 

Die Schreinerei Schlein ist ein Familienunternehmen mit langjähriger Tradition und Erfahrung seit weit mehr als 100 Jahren. Seit der Firmengründung im Jahre 1864 beschäftigt sich die Familie mit den Anliegen der Kunden im Bereich Schreinerhandwerk und Bestattungen.

 

Der erste geschichtliche Beleg über die Anfänge des Familienunternehmens findet sich in einem Haushaltsbuch, das

der Heinebacher Johannes Semmler (Haus Heckmann/Post) geführt hat. Daraus geht hervor, dass Firmengründer Wilhelm Schlein am 23. August 1864 einen Kostenvoranschlag geschrieben hat: Das Dielen der Stube im Akkord sollte zwei Silbergroschen kosten, zwei neue Fenster fünf Taler und das Verglasen von drei Fenstern 15 Silbergroschen. Im selben Haushaltsbuch ist am 24. August 1864 notiert, dass der Betrag bar bezahlt wurde.

 

 In der Aufstellung „Heinebacher Höfe und Häuser“ von Pfarrer Alfred Giebel wird berichtet, dass Wilhelm Schlein aus Sterkelshausen, geboren 1842, seine Frau Anna Margarethe Schlein, geborene Wiegand, geboren 1839, am 19.3.1865 in Neumorschen geheiratet hat. Im selben Jahr erwarben sie das Wohnhaus mit Anbau,  eine Scheuer mit Stallungen und Anbau sowie Schweineställe und Hofraide „Im Hof 10“ in Heinebach. Die Familie verdiente ihr Geld vor allem mit der Landwirtschaft, aber auch mit der Schreinerei. Auch als Bestatter arbeitete Wilhelm Schlein damals schon. Dies ist ebenfalls im Haushaltsbuch von Johannes Semmler festgehalten. Seine Frau Maria Semmler, geborene Bartheld, starb 1879.

 

Als Leichenbeschauer ist Wilhelm Schlein mit 50 Pfennigen angegeben. Der Sarg, den er lieferte, kostete 24 Mark.

 

 Obwohl die Suche nach echten Schätzen in unseren Gefilden damals längst vorbei war, gab es dennoch auf diesem Gebiet hin und wieder erstaunliche Überraschungen. So fand

 

Schreinermeister Schlein im Juli1900 bei Heinebach eine eiserne Urne mit Münzen aus der Zeit zwischen 1620 und 1700. Der Schreinermeister entdeckte sie in einem hohlen

 

Kirschbaum, den er von der Gemeinde Heinebach als Werkholz zum Bau eines Möbelstücks gekauft hatte. Den Wert der Münzen gaben Experten damals mit 1000 Goldmark an. Schreinermeister Schlein jubelte. Diese Begebenheit ist nachzulesen in der Serie „Heimat einst und jetzt – Funde und Entdeckungen“ (HNA vom 22.9.1990).  


Aus der Ehe von Wilhelm und Anna Schlein gingen drei Mädchen und drei Jungen hervor.

Ab 1905 führte Peter Schlein den Familienbetrieb weiter. Auch er arbeitete als Schreiner, ernährte seine Familie aber vor allem durch die Landwirtschaft. Er besaß eine


Dreschmaschine, eine Schrotemühle, 16 Acker Land, zwei Kühe und außerdem eine Holzschneidemaschine.Peter Schlein heiratete Helene Schlein, geborene Hohmann. Das Ehepaar bekam sieben Kinder. Fünf von ihnen starben schon im Kindsalter. Helene Schlein starb mit 33 Jahren.

 

Aus der zweiten Ehe von Peter Schlein mit Dorothea Elisabeth Schlein, geborene Weitzel, gingen neun Kinder hervor.

 

1948 übernahm Heinrich Schlein das Zepter in dem Familienbetrieb. Er arbeitete nur noch als Schreiner, sein Bruder Wilhelm führte die Landwirtschaft weiter. Heinrich Schlein baute 1948/49 ein neues Wohnhaus in der Straße „In der Lücke“ in Heinebach. 1960 errichtete er auch eine neue Werkstatt. Aus der Ehe mit Henriette Schlein, geborene Knierim, aus Solz, ging Sohn Otto hervor.

 

Seit 1978 war Otto Schlein dann der Chef. Er erweiterte den Betrieb drei Mal. Sein Hobby ist die Ahnenforschung. Otto Schlein heiratete Renate Schlein, geborene Schmidt, aus Weiterode. Das Ehepaar bekam drei Kinder: Heiko, Torsten und Andreas.  1990 traf die Familie ein schwerer Schicksalsschlag: Heiko kam bei einem Verkehrsunfall bei Schwarzenhasel ums Leben. Torsten wurde schwer verletzt.

 

Seit 2010 führt Torsten Schlein den Betrieb.

 

Das Familienunternehmen Schlein ist vor allem durch zwei Dinge in der Region bekannt: In der Werkstatt herrscht mitunter ein rauer, aber herzlicher Ton, und Qualitätsarbeit zu fairen Preisen ist garantiert.